Im Bethanien Center durchs Weltall reisen

11. Jun 2017

Große Doppelausstellung mit echtem Mond-Stein

Dieser Sommer steht unter einem guten Stern. Zumindest im Bethanien Center Neubrandenburg. Dort ist vom 19. Juni bis 1. Juli eine große Doppelausstellung geplant, bei der sich alles um „Ferne Welten – eine Reise durch das Planetensystem" und „Steine vom Himmel" dreht. Der „Star" dieser Schau ist ein echter Stein vom Mond. Er stammt von dem über 1,4 kg schweren Meteoriten Dar al Gani 400, dem größten Mondmeteoriten, der je auf der Erde gefunden wurde. Sogar ein kleines Stück vom Mars ist in der Ausstellung zu sehen.

Die Ausstellung „Ferne Welten" wurde vom Planetarium Laupheim entwickelt. Ihr Ziel ist es, der interessierten Öffentlichkeit und insbesondere den Schülern einen ersten Kontakt mit unserem Planetensystem zu ermöglichen. Neun große, freistehende Globen der Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun sowie des Zwergplaneten Pluto sind nach neuesten Daten von Raumsonden gestaltet und entführen den Besucher zu fernen Welten. Ein Kleinplanetarium kann interaktiv vom Besucher gesteuert werden.

Ein besonderes Highlight der Exposition ist ein lebensgroßer Astronaut. Hier wird jeder Besucher zum Raumfahrer und kann sich vor einer Marslandschaft fotografieren lassen. „Das Wissen um unsere kosmische Heimat, das Planetensystem, hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Dies ist auf verbesserte Teleskope und insbesondere die erfolgreichen Raumfahrtmissionen der NASA und der ESA zu den Himmelskörpern in unserem Sonnensystem zurückzuführen. Unsere Ausstellung dazu orientiert sich am Lehrplan der Schulen und ist in hohem Maße allgemeinverständlich gestaltet", versprechen die Veranstalter vom Planetarium Laupheim.

Die Ausstellung „Himmelssteine – außerirdische Materie" präsentiert in zehn Vitrinen weitere seltene Schätze aus dem Universum. Sie stammen aus dem Trümmerring, der zwischen den Planeten Mars und Jupiter um die Sonne kreist (Asteroidengürtel). Die Schau aus Laupheim bietet einen einzigartigen Querschnitt durch die faszinierende Welt der „Himmelssteine". Sie wendet sich in ihrer allgemeinverständlichen Aufmachung an das breite Publikum und spricht ebenfalls insbesondere Schüler an. In sechs Displays wird das Thema dargestellt. Das lebensgroße Modell eines Apollo-Astronauten, das Modell einer Mondlandefähre und ein großer Mondglobus erinnern an die Mondlandungen, bei denen mit enormem technischem Aufwand über 380 kg Gestein von unserem Erdtrabanten zur Erde gebracht wurden.

Schon seit jeher fasziniert der Kosmos die Menschen. Noch in der Antike verehrte man Steine, die feurig auf die Erde herabstürzten, ehrfurchtsvoll als „Götterboten". Meteorite sind mit einem Alter von 4,5 Milliarden Jahren die ursprünglichste Form der Materie, die uns Menschen direkt zugänglich ist. Der historische Steinmeteorit, welcher im Jahr 1803 in L’Aigle in der Normandie vom Himmel fiel, ist im Bethanien Center Neubrandenburg ebenso zu bestaunen wie der berühmte „Peekskill"-Meteorit, der 1992 in New York in ein parkendes Auto schlug. Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist ein naturgetreues Abgussmodell des Meteoriten „Neuschwanstein", der im Jahr 2002 unweit des berühmten Schlosses niederschlug.